> Was Sie über Ihre Sorgen und Ängste wissen sollten
1. Gliedern Sie Ihr Leben
in Einheiten von Tagen. Grübeln Sie nicht
über die Zukunft nach. Leben
Sie einfach jeden Tag bis zum
Zubettgehen.
2. Wenn Sie sich das nächstemal
in die Enge getrieben fühlen:
a) Fragen Sie sich: Was kann mir als
Schlimmstes passieren, wenn ich
es nicht schaffe,
mein Problem zu lösen?
b) Bereiten Sie sich in Gedanken darauf
vor, das Schlimmste zu
akzeptieren
- falls nötig.
c) Nun versuchen Sie ruhig und gelassen,
das Schlimmste abzuwenden
mit dem Sie sich
im Geiste bereits abgefunden haben.
3. Denken Sie immer an den hohen Preis, den Ihre Sorgen
und Ängste von
Ihrer Gesundheit fordern können. Wer
nicht weiß, wie man Angst und
Sorgen bekämpft, sirbt früh.
> Die wichtigsten Methoden
zur Analyse von Ängsten
1. Sammeln Sie die Fakten. Die Hälfte aller Sorgen auf der
Welt wird von
Leuten verursacht, die eine Entscheidung
treffen wollen, ehe Sie
genug Wissen gesammelt haben, auf
das sie diese Entscheidung stellen
können.
2. Wägen Sie sorgfältig alle Fakten gegeneinander ab und
treffen Sie dann
Entscheidungen!
3. Wenn Sie eine gründlich überlegte
Entscheidung getroffen haben,
handeln Sie! Machen Sie sich eifrig
daran, sie zu verwirklichen - und
lassen Sie Grübeleien über das Ergebnis
sein.
4. Wenn Sie oder einer Ihrer Mitarbeiter versucht sind,
sich über ein
Problem viele Sorgen zu machen,
schreiben Sie die folgenden Fragen
auf und beantworten Sie diese:
a) Wie lautetet
das Problem?
b) Was ist die Ursache?
c) Welche Lösungen sind möglich?
d) Welche Lösung ist die beste?
> Wie man mit der Gewohnheit
bricht, sich Sorgen zu machen
ehe man daran zerbricht
1. Verscheuchen Sie Sorgen aus Ihren Gedanken, indem Sie
sich
beschäftigen. Viel zu tun ist eine der
besten Therapien gegen
Wibbergibber.
2. Regen Sie sich nicht über
Kleinigkeiten auf! Erlauben Sie nicht, daß
unwichtige Dinge - die wahren Termitten
des Lebens - Ihr Glück
zerstören.
3. Benützen Sie die Wahrscheinlichkeitsrechnung, um Ihre Ängste
und
Sorgen abzubauen. Fragen Sie sich immer:
"Wie groß ist die
Wahrscheinlichkeit, daß diese Sache
tatsächlich passiert".
4. Akzeptieren Sie das Unvermeidliche. Wenn Sie wissen, daß
etwas
über Ihre Kräfte geht, daß Sie es nicht
ändern oder noch einmal
machen können, sagen Sie zu sich selbst:
"So ist es. Es kann nicht
anders sein".
5. Limitieren Sie Ihre Sorgen. Setzen Sie eine Grenze. Wägen
Sie genau
ab, wieviel Angst und Sorge eine Sache
wert ist - und machen Sie auf
keinen Fall
Zugeständnisse.
6. Lassen Sie Vergangenes vergangen sein. Sägen Sie kein Sägemehl.
> Sieben Möglichkeiten zur
Entwicklung einer geistigen Haltung die
Ihnen Glück und Frieden bringt
1. Wir wollen unseren Geist mit Gedanken an Frieden, Mut,
Gesundheit
und Hoffnung erfüllen, denn unser Leben
ist das Podukt unserer
Gedanken.
2. Versuchen wir nie, mit Feinden abzurechnen, denn wir würden
uns
selbst mehr weh tun als ihnen. Verschwenden
wir nicht eine Minute mit
Gedanken an Leute, die wir nicht mögen.
3. Machen wir uns auf Undankbarkeit
gefaßt, dann brauchen wir uns nicht
zu ärgern. Vergessen wir nie, daß Gott
an einem Tag zehn Aussätzige
heilte - und nur ein einziger dankte ihm.Wir
wollen uns immer daran
erinnern, daß es nur eine Möglichkeit gibt,
glücklich zu werden:
Wir sollen keine Dakbarkeit erwarten,
sondern geben aus Freude am
Geben.
4. Bedenken wir, daß Dakbarkeit ein Verhalten ist, das kultiviert
werden
muß. Wenn wir dankbare Kinder wollen, müssen
wir sie dazu erziehen.
5. Zählen Sie die Geschenke - nicht die Probleme.
5. Ahmen Sie niemanden nach. Finden wir zu uns selbst, und
stehen wir
zu uns selbst, denn Neid ist Unwissenheit
und Nachahmung ist
Selbstmord.
6. Wenn das Schicksal uns eine Zitrone gibt - machen wir Zitronen-
limonade daraus.
7. Vergessen wir unser eigenes Unglück, indem wir unsere Mitmenschen
ein wenig glücklicher machen. Wenn du anderen
Gutes tust, tust du
die das Beste.
> Wie
Sie es schaffen, keine Angst vor Kritik zu haben
1. Ungerechte Kritik ist oft ein verkapptes Kompliment. Häufig
bedeutet
sie auch, daß Sie Neid und Eifersucht geweckt
haben. Vergessen Sie
nicht: Einen toten Hund tritt man
nie.
2. Tun Sie Ihr Bestes, und dann spannen Sie einen alten Regenschirm
auf,
damit der
Regen der Kritik Ihnen nicht in den Kragen läuft.
3. Führen wir über die Dummheiten, die wir gemacht haben,
Buch und
analysieren wir sie. Da wir nicht
Vollkommen sein können - bitten wir
um sachliche, nützliche und aufbauende
Kritik.
> Sechs Methoden, Müdigkeit und Sorgen
fernzuhalten, sowie in
voller Energie und in gehobener Stimmung
zu bleiben
1. Ruhen Sie sich aus, ehe Sie müde werden.
2. Lernen Sie, sich bei der Arbeit zu entspannen.
3. Lernen Sie, sich zu Hause zu entspannen.
4. Eignen Sie sich folgende vier gute Arbeitsgewohnheuten
an:
a) Räumen Sie alle Papiere von Ihrem Schreibtisch,
die nicht
unmittelbar zu
Ihrer augenblicklichen Arbeit gehören.
b) Tun Sie die Dinge in der Reihenfolge
ihrer Wichtigkeit.
c) Wenn Sie ein Problem haben, lösen Sie
es sofort, falls Sie die
zu Entscheidung
nötigen Informationen haben.
d) Lernen Sie zu organisieren, zu delegieren
und zu beaufsichtigen.
5. Um Sorgen und Müdigkeit zu verhindern, machen Sie Ihre
Arbeit mit
Begeisterung.
6. Vergessen Sie nicht: Kein Mensch starb je an Schlafmangel.
Es sind die Sorgen über die Schlaflosigkeit,
die Ihnen schaden - nicht
die Schlaflosigkeit selbst.
Sorge
Dich nicht, lebe !
Dale Carnegie
350 Seiten
79. Auflage 1997
Scherz Verlag Bern - München - Wien
ISBN: 3-502-15104-0